Ratgeber – Alles Wissenswerte zum Tassen bedrucken!

Das Bedrucken von Tassen bietet sich in vielen Situationen an und kann ganz individuell gestaltet werden. Als Werbetasse, Geschenk oder für den Eigengebrauch; eine verzierte Tasse eignet sich so gut wie in jeder Lebenslage. Die Beliebtheit der bedruckten Tassen hat über die Jahre immer mehr Anbieter auf den Plan gerufen, die ihre Dienste für das entsprechende Entgelt zur Verfügung stellen.

Da Verbraucher eine große Auswahl an Anbietern vorfinden, ist es von Vorteil, sich etwas Vorwissen rund um den Tassendruck anzueignen. Obgleich das Prozedere für den Laien zunächst banal wirken mag, muss einiges beachtet werden – auch in finanzieller Hinsicht. Insbesondere geht es jedoch um Aspekte wie Material, Drucktechniken und auch um die benötigten Daten für den Druck. Dieser Ratgeber liefert alle wichtigen Informationen rund um den Tassendruck und klärt über unseren Service und unsere Leistungen bei tassen-bedrucken24.de auf.

 

Autor: Klaus Löffler
Position: Inhaber
Letzte Aktualisierung: 16. April 2020

Inhaltsverzeichnis

1.) Grundlagen des Tassendrucks
    1.1.) Mindestmenge für bedruckte Tassen

2.) Auswahl des Druckverfahrens
    2.1.) Thermosublimationsdruck & Siebdruck

3.) Welches Material soll es sein?
    3.1.) Vorteile von Porzellan
    3.2.) Printverfahren von Keramiktassen

4.) Welche Tassenformen gibt es?

5.) Welche Daten werden beim Tassendruck benötigt?
    5.1.) Was genau sind Vektordaten?
    5.2.) Programme für Vektordaten

6.) Mögliche Motive für den Tassendruck

7.) Wie ist es um die Farben bestellt?

8.) Bedruckbare Bereiche einer Tasse
    8.1.) Sonderfall: Thermosublimationsdruck auf Keramiktassen
    8.2.) Können Unterteller bedruckt werden?

9.) Mustervorlage nach Auftragserteilung
    9.1.) Unterschied zwischen Stand-PDF/Dummy-Bild und Andruckmuster

10.) Lieferzeiten für bedruckte Tassen

11.) Wie werden die Tassen versendet?

12.) Fazit


1.) Grundlagen des Tassendrucks

Der Tassendruck wartet mit so einigen Facetten auf, die es vorab zu beachten gilt. Die einzelnen Parameter sind nicht nur als reiner Fakt interessant, sondern legen die Rahmenbedingungen für den gesamten Vorgang fest. Diese bestimmen letzten Endes auch, wie die Tasse bzw. die Tassen aussehen werden und welche Dinge eine individuelle Gestaltung verlangen.

Im ersten Schritt ist die Form der Tasse zu definieren. Die Auswahl bestimmt, welche Bereiche überhaupt für einen Druck in Frage kommen. Im gleichen Atemzug sollte direkt die Frage geklärt werden, ob Interesse besteht, die Untertasse bedrucken zu wollen. Die Bedruckbarkeit ist zwar nicht immer gegeben und abhängig von Faktoren, auf die dieser Ratgeber noch eingeht, nichtsdestotrotz ergibt eine bedruckte Untertasse ein schöneres Gesamtbild.

Im nächsten Schritt kann die Frage der Farbigkeit geklärt werden. Die Antwort darauf klärt nicht nur über das schlussendliche Aussehen der Kreation auf, sondern definiert ebenfalls die Eignung für die Spülmaschine. Schließlich wird auch eine bedruckte Tasse normal genutzt und muss gereinigt werden.

Bei der Farbigkeit gibt es folgende Szenarien:

  • einfarbige Fläche (geeignet für Spülmaschinen)
  • fotorealistisches Bild / fotorealistische Grafik (geeignet für Spülmaschinen)
  • Sonderfarben wie Gold & Silber (ungeeignet für Spülmaschinen)

Da es sich beim Tassendruck um eine individuelle Gestaltung handelt, müssen im letzten Schritt persönliche Vorlagen geliefert werden, die im bedruckbaren Bereich der Tasse angebracht werden. Dafür sind entsprechende Grafiken in einer guter Auflösung vonnöten. Im Idealfall werden hier Vektoren verwendet, da diese ohne Qualitätsverlust skaliert werden können. Was Vektoren genau sind und welche Programme dafür in Frage kommen, wird im weiteren Verlauf des Ratgebers erklärt.

 

1.1.) Mindestmenge für bedruckte Tassen

Die Mindestauflage für bedruckte Tassen ist bei unserem Service von zwei Faktoren abhängig. Dazu gehört auf der einen Seite die Art der Tasse, die sich in weiß oder bunt aufzeigt, und auf der anderen Seite spielt die Art der Bedruckung eine wichtige Rolle. Inwiefern sich aus diesen beiden Disziplinen die Mindestmenge zusammensetzt, lässt sich am Beispiel für bedruckte Werbetassen gut ablesen:

 

Tassenart Druckmethode Mindestmenge
alle Keramiktassen Thermosublimationsdruck 12 Stück
weiße Porzellantassen Volltondruck (Siebdruck) 100 Stück
weiße Porzellantassen 4-c Bilderdruck (Siebdruck) 250 Stück
farbige Porzellantassen Volltondruck
(Siebdruck)
100 Stück

2.) Auswahl des Druckverfahrens

Tassen können auf unterschiedliche Arten und Weisen bedruckt werden. Für den Vorgang gibt es diverse Druckverfahren, die sich in ihrem Aufbau und auch in ihrer Qualitätssicherung voneinander differenzieren lassen. Eines der besten Druckverfahren ist der Sublimationsdruck, der den Tassendruck zu seiner Zeit revolutioniert hat und auch bei uns zum Einsatz kommt. Doch auch andere Techniken sind möglich, die allesamt andere Eigenschaften vorweisen und im Folgenden näher beleuchtet werden:

  • Direktdruck: Der Direktdruck eignet sich ideal für Motive in Vollfarben. Dazu zählen z.B. simple Logos, die auf viele Werbetassen gedruckt werden sollen. Beim Direktdruck erfolgt, wie der Name bereits verrät, das Aufbringen der Farbe direkt auf die Tasse. Das Ergebnis spart nicht nur Kosten, sondern erlaubt auch die Nutzung der Spülmaschine. Ein Nachteil des Verfahrens ist jedoch, dass nur maximal sechs Farben genutzt werden können.
  • Transferdruck: Beim Transferdruck wird von einem ausgewählten Motiv eine Art Kopie in Form eines Abziehbildes angefertigt, das im Anschluss auf sämtliche Bereiche der Tasse gedruckt werden kann. Genau wie beim Direktdruck ist die Farbvielfalt auf sechs Farben limitiert, dafür ist das Ergebnis spülmaschinentauglich. Detailversessenheit sollte zudem bei diesem Verfahren nicht erwartet werden, da die transferierten Abbilder eher grob daherkommen.
  • Expression – Organischer Transferdruck: Expression ist eine Sonderform des organischen Transferdrucks und wird meistens genutzt, wenn eingefärbte Tassen mit Hydrocolor ergänzt werden sollen. Der Druck ist jedoch anfällig für Blessuren in Form von Kratzern und das Motiv weist schwache, zuweilen unschöne Konturen auf.

Abseits der gängigen Druckverfahren können Tassen im Zuge des Druckprozesses veredelt werden. Für solch eine Veredlung werden Sandstrahlen oder auch Lasergravuren genutzt, die in unterschiedlichen Arealen der Tasse zum Einsatz kommen. Welche Veredlungsmöglichkeiten der Tassendruck offeriert, wird im folgenden Überblick erklärt:

  • Einfärben: Tassen lassen sich vor dem eigentlich Druck sowohl von innen als auch von außen einfärben. Möglich machen es die Techniken Basecolor, die elf verschleißimmune Farben enthält, und Hydrocolor, die jede Pantonefarbe liefert, dafür aber im Gegensatz zur Basecolor nach ein bestimmten Zeit den Kampf gegen die Spülmaschine verliert.
  • Lasergravur: Die Lasergravur ermöglicht das punktuelle Setzen von Details. Diese Veredlungstechnik eignet sich jedoch ausschließlich für Tassen oder Becher aus Metall.

Sensitive Touch: Beim Sensitive Touch wird mithilfe feiner Sandstrahlen ein Motiv in die Oberfläche graviert. Zusätzlich lässt sich diese Technik mit Farben kombinieren, um mehr Details zu kreieren. Auf diese Art und Weise ist es möglich, die gesamte Fläche einer Tasse inklusive des Gravur-Bereiches mit Hydracolor einzufärben.

2.1) Thermosublimationsdruck & Siebdruck

Ein qualitativ hochwertiges Druckergebnis versprechen der Thermosublimationsdruck und der Siebdruck. Beide Herstellungsverfahren kommen bei uns für bedruckte Werbetassen zum Einsatz. Obwohl beide Techniken für Qualität stehen, unterscheiden sich die beiden Druckarten voneinander und weisen einzigartige Vorteile auf. Ihr Einsatz hängt davon ab, welche Anforderungen an die Tasse gestellt werden.

 

Thermosublimationsdruck:

Die Bezeichnung Thermosublimation fußt auf einer Wortkombination, die die Begriffe Thermo (Erwärmung) und Verdampfung (Verdampfung) enthält. Beide Aspekte sind essenziell bei der Drucktechnik, die während der Prozedur auf Wachs anstatt auf Tinte zurückgreift, so wie es herkömmliche Druckverfahren normalerweise handhaben.

Beim Thermosublimationsdruck spielt Hitze die Hauptrolle. In Normalfall werden Temperaturen in Höhe von 300°C bis 400°C benötigt, um das Verfahren anzuwenden. Diese enorme Einwirkung von Hitze legt den Grundstein für diese Art des Drucks, der nicht nur beim Tassendruck Verwendung findet. Die enormen Temperaturen lassen das Wachs gasförmig werden, so dass es auf ein speziell beschichtetes Material aufgedampft werden kann. Dabei ist die Temperatur für die Farbstoffmenge verantwortlich, da die Farbe bei steigender Hitzeeinwirkung verdampft und zeitgleich für eine stärkere Deckung sorgt.

 

Siebdruck:

Der Siebdruck ist eines der ältesten Druckverfahren und kann in die Kategorie Klassiker eingeordnet werden. Hinter der Technik verbirgt sich die Verwendung von Schablonen, die für jede einzelne Druckfarbe benötigt wird. Diese werden mit entsprechenden Gummikratzeisen aufgetragen. Da der Siebdruck viel Aufwand verlangt und auch zeitliche Ressourcen verschlingt, ist das Verfahren deutlich teurer als der Sublimationsdruck.

Obgleich der finanziellen Mehrbelastung glänzt der Siebdruck mit großer Flexibilität, da so gut wie jeder Bereich der Tasse bedruckt werden kann. Dazu gehören die Innenseite, der Henkel und auch der Boden. Neben der Vielschichtigkeit der bedruckbaren Areale kommt der Siebdruck auch mit vielen unterschiedlichen Tassenformen zurecht.

 

Eigenschaften der Druckverfahren:

Wir bedrucken Tassen sowohl per Sublimationsdruck als auch per Siebdruck. Für eine geordnete Übersicht, welche Eigenschaften und Vorteile die beiden Verfahren mit sich bringen, dient die folgende Tabelle:

  Thermosublimationsdruck Lasergravur Siebdruck
Produktionszeit ab vier Arbeitstage ab vier Arbeitstage ab 15 Arbeitstage
Material Keramik/Edelstahl/Emaille Edelstahl/farbige Keramiktassen Porzellan
Front- oder Rundumdruck möglich möglich möglich
Henkeldruck nicht möglich nicht möglich möglich (abhängig vom Tassenmodell)
Innendruck nicht möglich nicht möglich möglich (abhängig vom Tassenmodell)
Tassenbodendruck (innen oder außen) nicht möglich nicht möglich möglich (abhängig vom Tassenmodell)

3.) Welches Material soll es sein?

Auch wenn das Motiv für den Tassendruck ausgesucht wurde und das Endergebnis bereits vor dem geistigen Auge steht, fehlt vorab noch ein wichtiger Schritt, der sich auf das Material der Tassen bzw. Tassen bezieht. Auf tassen-bedrucken24.de bieten wir sowohl Porzellan als auch Keramik als Ausgangsmaterial für unsere Tassen an. Beide Ressourcen unterscheiden sich nicht nur in ihrer Beschaffenheit voneinander, sondern beeinflussen auch das Druckverfahren auf ihre Art und Weise.

3.1) Vorteile von Porzellan

Unser Portfolio aus Werbetassen besteht aus Porzellan. Das Material setzt sich dabei aus Quarz, Feldspat und Kaolin zusammen, wobei Letzteres den Hauptbestandteil bildet. Kaolin – auch Porzellanerde genannt – ist ein weißes Gestein ohne jeglichen Anteil von Eisen.

Obwohl Porzellan der Materialgattung Keramik zugeordnet wird, unterscheidet es sich aufgrund seiner Qualität entscheidend vom herkömmlichen Keramik. Grundlage für diese Differenzierung bildet der Anteil an Kaolin, der beim Porzellan 50 Prozent betragen muss. Normaler Keramik besteht dagegen hauptsächlich aus grober Tonerde.

Die materielle Zusammensetzung des Porzellans ermöglicht es, Tassen härter, hochwertiger und deutlich langlebiger zu gestalten. Daher kommt das widerstandsfähige Material bei unseren Werbetassen zum Einsatz. Sie sind säure- und laugebeständig und sorgen daher für eine langanhaltende Werbepräsenz, die im Verbund mit einem qualitativ hochwertigen Druck ein gutes Gesamtbild abgibt. Und darauf kommt es bei Werbung letztlich an.

Da uns die Qualität unserer Produkte sehr wichtig ist, beziehen wir ausschließlich Porzellan aus EU-Herstellung. Aufgrund dieser Unternehmensphilosophie besteht kein Risiko, dass unsere Tassen aus billigem Material bestehen.

 

Siebdruck auf Porzellantassen

Für den Druck auf Porzellantassen greifen wir auf das Siebdruckverfahren zurück, das das qualitativ beste Ergebnis in diesem Szenario verspricht. Für die Technik werden zunächst entsprechende Siebdruckbilder hergestellt, die im Anschluss per Hand auf die Tassen dekoriert werden. Da, wie eingangs bereits erwähnt, das Siebdruckverfahren mehr Aufwand verlangt, dauert die Bearbeitungszeit etwas länger.

Wir arbeiten mit den Farbsystemen HKS/Pantone, wobei die Farbnummern der Farbsysteme als Richtwert dienen. Durch das Druckverfahren und das Farbsystem erhalten unsere Werbetassen kräftige und leuchtende Farben. In diesem Kontext ist jedoch zu beachten, dass sich die Farbpigmente im Brennofen durch die hohe Temperatur (850°C) sowie durch das Verschmelzen mit der Glasur (Aufglasur) leicht verändern kann.

Kaolin, welches ein wesentlicher Bestandteil von Porzellantassen ist
Kaolin, welches ein wesentlicher Bestandteil von Porzellantassen ist

3.2) Printverfahren bei Keramiktassen

Porzellan steht für Qualität und Langlebigkeit. Diese Eigenschaften gehen jedoch auch mit höheren Kosten und Verfügbarkeit einher. Soll es deutlich schneller und auch kostengünstiger in puncto Tassendruck gehen, bilden Keramiktassen die ideale Alternative. Vor allem Werbeartikel, die in einer sehr hohen Stückzahl benötigt werden, eignen sich auf Grundlage von Keramik. Werbetassen bedrucken wir ausnahmslos hier in Deutschland.

Der Tassendruck bei Keramik fußt bei unserem Angebot auf dem Thermosublimationsdruck und dem Siebdruck. Letzteres Verfahren hat auf Grundlage seiner Eigenschafen innerhalb der Anwendung nochmals unterschiedliche Techniken zu bieten.

 

Keramischer Siebdruck mit Schiebebildern

Beim keramischen Siebdruck mit Schiebebildern kommt eine Gummirakel zum Einsatz, mit dessen Hilfe die entsprechenden Farben durch die Drucksiebe gedrückt werden. Im Vorfeld werden diese belichtet. Jedem Sieb wird dabei eine Farbe zugeordnet. Im Anschluss erfolgt der eigentliche Druck, der auf einem DIN A1-Transferpapierbogen angebracht wird. Je nach Motiv wird dieser mit bis zu 20 Schiebebildern bedruckt.

Im nächsten Schritt wird das Schiebebilder befeuchtet und per Hand auf die Tasse aufgebracht und entsprechend in die Position gerückt. Da zwischen Tasse und Schiebebild restliche Feuchtigkeit übrigbleibt, ist das Gummirakel vonnöten. Während des Einbrennens verändern die keramischen Farbpigmente ihr Aussehen und verschmelzen letztlich mit der Glasur. Der gesamte Prozess findet bei einer Temperatur von 850°C statt.

 

Rasterdruck im keramischen Siebdruck

Druckmotive für Tassen können zuweilen aufwendige und komplexe Farbmuster aufweisen, die auch in sich verlaufen können. Um eine möglichst realistische Darstellung für solch einen Druck zu gewährleisten, wird der Rasterdruck innerhalb des keramischen Siebdrucks verwendet. Dafür wird die Anzahl der farbigen Punkte mit zunehmenden Farbverlauf fortwährend verringert. Diese zeitaufwendige Prozedur ist vonnöten, da der keramische Siebdruck entweder eine Farbe oder keine Farbe erkennt. Aus diesem Grund ist eine Rasterung der einzige Lösungsansatz.

 

Fotodruck im keramischen Siebdruck

Nicht wenige Aufträge für einen Tassendruck enthalten fotorealistische Motive, die eine andere Herangehensweise für das Druckverfahren verlangen. Die Grundlage für diese Motivart bilden die vier Grundfarben Cyan, Magenta, Geld und Schwarz, die jedoch für vollfarbige Flächen per Zusatzfarben gedruckt werden müssen.

 

 

Flächendruck im keramischen Siebdruck

Werbetassen beinhalten in der Regel einzigartige Logos oder auch besondere Schriftzüge, die entsprechend im Druck eingearbeitet werden müssen. Um diese Motive und andere einfarbige Bereiche drucken zu können, wird mit offenen Siebmaschinen gearbeitet. Diese lassen die Farbe an den belichteten Stellen vollends durch. Je ein Sieb wird pro Farbe benötigt. Sollte ein mehrfarbiges Motiv vorliegen, wird jede Farbe in einzeln und nacheinander gedruckt.

4.) Welche Tassenformen gibt es?

Das Hauptaugenmerk beim Tassendruck wird in der Regel auf das Motiv und die jeweilige Anordnung gelegt. Doch bevor der letztliche Druck getätigt wird, muss die Wahl der entsprechende Tasse getroffen werden. Abseits des Materials spielt auch die Form eine wichtige Rolle. Grundsätzliche unterscheiden wir zwischen drei Tassenformen:

  • Zylindrische Form
  • Bauchige Form
  • Konische Form
Tassenform Druckfläche
(horizontal)
Druckfläche
(vertikal)
mögliche Druckart
Zylindrisch rundum ganze Tassenhöhe Siebdruck oder Thermosublimationsdruck
Bauchig rundum oberer Tassenbereich nur Siebdruck
Konisch rundum ganze Tassenhöhe Siebdruck oder Thermosublimationsdruck
Tassenformen bei Werbetassen

5.) Welche Daten werden beim Tassendruck benötigt?

Viel wurde in diesem Ratgeber bereits über das Motiv für den Tassendruck geredet. Doch wie landet das entsprechende Motiv schlussendlich auf der Tasse? Für das Bedrucken der Tassen benötigen wir sogenannte vektorisierte Daten, die in den Formaten EPS, AI oder PDF kompatibel sind. Zusätzlich ist die Angabe der Sonderfarben in Pantone oder HKS notwendig.

5.1.) Was genau sind Vektordaten?

Vektordaten basieren nicht auf Pixel, sondern fußen auf einer Bildbeschreibung, die die einzelnen Bestandteile eines Bildes exakt definiert. So beinhaltet z.B. ein Kreis in einer Vektorgrafik die Lage des Mittelpunktes, den Radius, die Linienstärke und auch die Farbe. Da ausschließlich diese Aspekte abgespeichert werden, kommen Vektoren ohne jeglichen Informationsverlust aus und sind äußerst platzsparend.

Diese verlustfreie Eigenschaft erlaubt das stufenlose Skalieren einer Grafik, die dementsprechend nach Belieben angepasst werden kann. Diese Grundlage bietet ideale Rahmenbedingungen für den Tassendruck, da sich Motive flexibel navigieren lassen. Im Gegensatz zu Vektoren werden Pixelgrafiken im Zuge einer Skalierung unscharf und verlieren merklich an Qualität.

Beispiel für Vektordaten - diese werden für das Tassen bedrucken benötigt
Beispiel für Vektordaten - diese werden für das Tassen bedrucken benötigt

5.2.) Programme für Vectordaten

Vektorgrafiken fallen nicht vom Himmel und obliegen verschiedenen Grafikprogrammen, die diese Dateienart entwickeln. Die bekannteste Software in diesem Bereich ist Illustrator von Adobe, die unter anderem auch für Photoshop verantwortlich sind. Allerdings sind Adobe-Tools recht teuer. Eine preiswertere und dennoch professionelle Alternative wäre z.B. Sketch.

Programm Dateiformat
Adobe Illustrator .ai
Encapsulated PostScript .eps
AutoCAD .dxf/.dwf
PostScript .ps
Scalable Vector Graphics .svg/.svgz
Portable Document Format .pdf

Keine Vektordaten? Kein Problem!

Fehlt sowohl das nötige Programm als auch das Knowhow, um eine Vektordatei zu erstellen, schaffen wir gerne Abhilfe. Das Vektorisieren von Pixelgrafiken ist in unserem Angebot inbegriffen. Dafür müssen uns lediglich die entsprechenden Daten per Mail zugeschickt werden. Daraufhin wird überprüft, ob eine Konvertierung im Rahmen des Möglichen liegt. Sollten die Daten umgewandelt werden können, wird von unserer Seite nochmal ein neues Angebot unterbreitet.

6.) Mögliche Motive für den Tassendruck

Ein Tassendruck bietet sich für viele unterschiedliche Gelegenheiten an und offeriert eine Bandbreite an Motiven für die die einzelnen Anlässe. Mögliche Themen für eine bedruckte Tassen wären zum Beispiel:

  • Partnertasse als Geschenk zur Hochzeit
  • Liebestasse für Partner bzw. Partnerin
  • Löffeltassen für Suppenliebhaber
  • Fußballtasse für Sportbegeisterte
  • Tasse für den Lieblingslehrer bzw. für die Lieblingslehrerin
  • Tasse mit einem QR-Code
  • Individuelle Tassen mit bestimmten Erinnerungen zum Geburtstag oder Weihnachten
  • Individuelle Tassen für Verein, Firma, Werbung, Bundeswehr, Behörde oder Polizei

Die Einsatzgebiete für eine bedruckte Tasse sind prinzipiell endlos. Insbesondere das Versehen einer individuellen Note verleiht einer bedruckten Tassen ein großes Spektrum an Möglichkeiten für den Gebrauch. Der eigenen Kreativität ist dabei keinerlei Grenzen gesetzt. Wenn es sich um ein Geschenk handelt, steht meistens die Persönlichkeit im Vordergrund. Sollen Tassen für Werbemaßnahmen oder für die Firma bedruckt werden, hilft häufig Innovationsgeist weiter.

7.) Wie ist es um Farben bestellt?

Farben sind beim Tassendruck ein wichtiges Thema, da sie den Motiven Leben einhauchen und im Endeffekt auch Qualität verkörpern. Der Farbdruck weist diesbezüglich einige Eigenarten auf. So steht beim keramischen Siebdruck nur eine begrenzte Auswahl an Grundfarben zur Verfügung. Aus den circa 20 Grundfarben werden die entsprechenden Farben nach dem HSK- oder Pantonefarbwert zusammen gemischt. Aus diesem Grund ist zu beachten, dass die Farbangaben nur als Richtwert dienen können und leichte Farbabweichungen jederzeit auftreten können.

 

4-c Bilderdruck

Beim 4-c Bilderdruck werden die Farben in die vier Grundfarben Cyan, Yellow, Magenta und Black, auch CYMK abgekürzt, zerlegt. Dieses Verfahren findet für Aquarelle, Bilder, Foto und ähnliche Darstellungsformen Verwendung. Nichtsdestotrotz müssen entsprechende Schriftzüge und grafische Elemente in Vektordaten bzw. Sonderfarben angelegt werden.

Magenta bildet in diesem Zusammenhang einen Sonderfall. Der Farbentyp ist aufgrund der Zusammensetzung der Farben im keramischen Siebdruck nur schwer darzustellen. Daher kann es hier zu Abweichungen kommen.

8.) Bedruckbare Bereiche einer Tasse

Jeder Auftrag, der bei uns eingeht, hat unterschiedliche Anforderungen. Die einzelnen Vorstellungen unserer Kunden beziehen sich dabei nicht nur auf Motiv und Material, sondern auch die zu bedruckenden Bereiche der Tasse spielen immer eine Rolle. Welche Areale einer Tasse letztlich bedruckt werden können, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören die Form der Tasse, die Position der Tasse und auch das Druckmotiv.

  • Frontdruck auf Tassen: Als Frontdruck auf einer Tasse wird der Druckbereich links, rechts oder gegenüber vom Henkel bezeichnet. Der Frontdruck nimmt ungefähr 1/3 des gesamten Tassenumfangs ein. Die Höhe des bedruckbaren Bereichs auf der Tasse ist dabei von der Form der Tasse abhängig. Eine zylindrische und eine konische Tasse können über die ganze Höhe bedruckt werden. Eine bauchige Tasse kann nur im gerade-zylindrischen Bereich, in der Regel nur im oberen Bereich bedruckt werden.
  • Rundumdruck auf Tassen: Der Rundumdruck kommt zum Einsatz, wenn Motive den gesamten Umfang der Tassen einnehmen und der Druck die ganze Oberfläche zieren soll. Ebenso gilt der Rundumdruck für Logos, die z.B. sowohl rechts als auch links vom Henkel gedruckt werden. Für die Höhe des Druckbereichs gelten die gleichen Bedingungen wie beim Frontdruck.
  • Henkeldruck: Das Bedrucken des Henkels ist abhängig von der Tassenform und ist daher nicht durchweg möglich. So kann z.B. der Henkel von Espresso-Tassen und Cappuccino-Tassen nicht bedruckt werden.
  • Innendruck: Der obere Bereich im Inneren der Tasse kann ebenfalls bedruckt werden. Bei Werbetassen wird hier häufig die Internetadresse des jeweiligen Unternehmens oder eine entsprechende Telefonnummer platziert. Werbeslogans sind ebenfalls an der Tagesordnung. Die Druckgröße des Motivs ist von der Tasse und vom Druckmotiv selbst abhängig.

Bodendruck innen/außen: Der Boden einer Tassen im inneren Bereich bietet sich mit Einschränkungen für einen Druck an. Die Restriktionen kommen zustande, da die Druckbilder per Hand dekoriert werden müssen. Im Idealfall werden hier runde Motive für große Tassen ausgewählt. Der äußere Tassenboden unterliegt den gleichen Bedingungen wie der innere Bereich. Runde Motive eignen sich hier am besten. Wichtig ist hier, dass wir immer einen Abstand von drei bis vier Millimeter zum Rand der Tasse benötigen.

Bedruckbare Bereiche einer Tasse
Bedruckbare Bereiche einer Tasse

8.1.) Sonderfall: Thermosublimationsdruck auf Keramiktassen

Für die bedruckbaren Bereiche einer Tasse gelten beim Thermosublimationsdruck gesonderte Regeln. Insgesamt können auf Keramiktassen zwei Bereiche bedruckt werden. Beim Thermosublimationsdruck handelt es sich um ein Druckverfahren, das mittels Wärme und Druck arbeitet, um das Druckmotiv auf die Tasse zu übertragen. Tassen, die auf dieser Art und Weise bedruckt wurden, sind daher für die Spülmaschine geeignet.

Der Druck auf das Trägermaterial wird im Digitaldruck hergestellt. Es sind alle Motivarten möglich. Dazu gehören sowohl ein einfacher Logodruck als auch ein hochauflösender Bilderdruck, der bis zu vier Farben aufweisen kann. Personalisierungen liegen ebenfalls im Rahmen des Möglichen.

Diese zwei Bereichen können beim Thermosublimationsdruck auf Keramiktassen bedruckt werden:

  • Frontdruck auf Tassen: Als Frontdruck auf einer Tasse wird der Druckbereich links, rechts oder gegenüber vom Henkel bezeichnet. Der Frontdruck nimmt circa 1/3 des Tassenumfangs ein. Zudem können die Tassen über die gesamte Höhe bedruckt werden. Während der Prozedur ist jedoch zu beachten, dass am unteren Rand immer ein weißer Bereich von ungefähr fünf Millimeter bleibt.

Rundumdruck auf Tassen: Der Rundumdruck gilt für Motive, die den gesamten Umfang der Tasse einnehmen. Gleiches kommt für Logos, die unter anderen sowohl rechts als auch links vom Henkel gedruckt werden, zum Einsatz. Die Höhe des Druckbereichs orientiert sich an die gleichen Bedingungen, die für den Frontdruck gelten.

8.2.) Können Unterteller bedruckt werden?

Nicht nur die Tasse kann mit individuellen Motiven und Grafiken bedruckt werden, sondern auch der dazugehörige Unterteller. Im Idealfall rundet ein solcher Unterteller das Gesamtbild ab und hebt die entsprechende Tasse hervor. Die Unterteller von Kaffee-Tassen, Cappuccino-Tassen und Espresso-Tassen können bedruckt werden. Ideal eignet sich dafür der Spiegel der Untertasse. Bei Kaffee- oder Cappuccino-Tassen ist die Ablage für das Gepäck der perfekte Bereich für den Aufdruck.

9.) Mustervorlagen nach Auftragserteilung

Der Tassendruck hat alle Instanzen durchlaufen und liegt uns als Auftrag vor. Wie geht es nun weiter? Nach Eingang des Auftrags erhalten unsere Kunden immer ein Stand-PDF bzw. Dummy-Bild innerhalb der nächsten 24 Stunden. Das Stand-PDF kann als eine Art Mustervorlage beschrieben werden, dass für die Überprüfung der einzelnen Druckmerkmale dienlich ist. So kann die Position des Motivs und die Richtigkeit der jeweiligen Schriftzüge kontrolliert werden.

Die Freigabe wird uns mittels PDF-Formular erteilt, dass uns entweder per E-Mail – info@tassen-bedrucken24.de – oder per FAX gesendet wird. An dieser Stelle kann auch angekreuzt werden, ob vor dem Beginn der Tassenproduktion ein Andruckmuster angefordert werden möchte.

9.1.) Unterschied zwischen Stand-PDF/Dummy-Bild und Andruckmuster

Ein Stand-PDF bzw. Dummy-Bild und ein Ausdruckmuster haben einige Unterschiede, die sich in der Überprüfungen einzelner Aspekte niederschlagen. Für einen einfarbigen Druck in schwarz ist ein Andruckmuster nicht notwendig. Bei einem 4-c Bilderdruck empfehlen wir dagegen dringend ein Andruckmuster. Die folgende Aufstellung gibt Aufschluss darüber, welche Unterschiede bei einem Stand-PDF/Dummy-Bild und einem Ausdruckmuster zu erwarten sind:

  Stand-PDF Andruckmuster
Schriften/Fehler ja ja
Position des Motivs ja ja
Passerungenauigkeit nein ja
Farbsicherheit nein ja
Stauchungen oder Zerrungen nein ja
Dekorunschärfen nein ja

Bei einem Andruckmuster wird eine einzelne Tasse im selben Verfahren wie die Auflage hergestellt. Dabei werden Siebdruckbilder gedruckt, die auf die Tasse dekoriert und gebrannt werden. Das fertige Andruckmuster wird daraufhin dem Auftraggeber per Paketdienst zur Freigabe geschickt. Ein Andruckmuster empfehlen wir, wenn eine Farbverbindlichkeit (z.B. HKS 42) und ein 4-c Bilderdruck vorliegt.

10.) Wie werden die Tassen versendet?

Die Lieferungen unserer bedruckten Tassen werden immer über Speditionsunternehmen abgewickelt. Ein Versand via Paketdienst wird nur genutzt, wenn ein ausdrücklicher Wunsch des Kunden vorliegt. In diesem Szenario übernehmen wir jedoch keinerlei Schäden, die dabei entstehen könnten. Am Versandtag verschicken wir eine E-Mail mit der entsprechenden Versandbenachrichtigung. Innerhalb der nächsten zwei Tage kommt die Ware in der Regel an.

Die bedruckten Tassen sind auf einer Einwegplatte gestapelt. Sollte die Stückzahl die 500er-Marke überschreiten, greifen wir auf eine Europalette zurück. Kunden sollten in diesem Zusammenhang eine entsprechende Palette als Tausch für den Spediteur bereithalten.

11.) Lieferzeiten der bedruckten Tassen

Die Lieferzeit für bedruckte Tassen kann nicht einheitlich angegeben werden, da sie von verschiedenen Faktoren abhängig ist. So beeinträchtigen saisonale Ereignisse wie Weihnachten die Lieferzeit enorm. Bereits ab Oktober greift hier das vorweihnachtliche Geschäft. Solche Aspekte sollte bei der Auftragserteilung im Hinterkopf behalten werden. Insbesondere wenn eine bedruckte Tasse als persönliches Geschenk gedacht ist.

Für ein verbessertes Verständnis, wie sich unsere Lieferzeiten zusammensetzen, sorgt eine kurze tabellarische Aufstellung, die im Folgenden aufgezeigt wird. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Angaben als Anhaltswerte zu verstehen sind. Da es immer zu unvorhergesehenen Engpässen kommen kann, bleiben zeitliche Verzögerungen im Lieferprozess nicht aus.

Tassenart Thermosublimationsdruck Siebdruck
weiße Tassen ab vier Arbeitstagen ab 15 Arbeitstagen
farbige Tassen ab vier Arbeitstagen ab 20 Arbeitstagen

12.) Fazit

Das Bedrucken von Tassen mag auf den ersten Blick wie ein einfaches Unterfangen sein, doch bei genauerem Hinsehen entpuppt sich das Verfahren als äußerst umfangreich und hat viele Facetten zu bieten. Zudem sind bedruckte Tassen vielfältig einsetzbar und können für verschiedene Anlässe genutzt werden. Dieser Ratgeber soll einen tiefen Einblick in das Bedrucken von Tassen liefern und die meisten Fragen klären.

Natürlich kann nicht garantiert werden, dass alle Nachfragen und Details geklärt wurden. Daher stehen wir gerne für ein persönliches, telefonisches Gespräch zur Verfügung. Wir stehen mit Rat und Tat zur Seite und können weitere Tipps zum Thema Tassen geben. Wir sind zu den üblichen Geschäftszeiten unter +49 (0) 9091 / 908 148 oder per E-Mail an info@tassen-bedrucken24.de zu erreichen.